Fellpflege

"Kleine" Auswahl

Es ist das Wetter, was die Fellpflege im Moment echt anstrengend macht. Wenn bei ständiger Nässe der zwangsläufig beim Spazierengehen eingesammelte Schlamm mit dem feinen und weichen  Landseerfell eine innige Verbindung eingeht, gehört einiges dazu, diese Zotteln wieder aufzulösen.
 Erstaunlicherweise ist das bei Mona nicht so schwierig. Sie ist zwar langhaariger als Holmes und hat gerne mal kleine Verknotungen hinter den Ohren, aber Holmes hat dafür deutlich mehr und flusigere Unterwolle. Und diese Unterwolle verwandelt sich dann gerne mal. So wie Wolle das auch tut, wenn sie mit Wasser in Berührung kommt: Sie wird zu Filz!

Was für den einen ein schönes Hobby sein mag, ist am Wauzel einfach nur nervig.
Und das heißt leider, dass bereits einmaliges Auslassen der regelmäßigen Fellpflegeprozedur – weil es schon so spät ist oder weil die Hunde noch nass sind, und man sie doch nass sowieso nicht richtig bürsten kann oder weil ja schon Krallen schneiden dran war oder weil sie schon schlafen – es heißt also, dass nur ein einmaliges Auslassen des Bürstens sich fürchterlich rächt.

Im Sommer reicht es locker, die Wauzels ein- oder zweimal pro Woche gründlich durchzubürsten. Bei diesem Wetter ist das nicht genug. Und es reichen auch nicht die üblichen Utensilien.
Es ist ja nicht so, dass wir uns im Laufe der Zeit nicht ein ansehnliches Arsenal an mehr oder weniger sinnvollen Fellpflegeutensilien angeschafft hätten:

  • Breite Bürste mit feststehenden und vorne genoppten Borsten (Massageeffekt – Holmes würde Schnurren, wenn er könnte)
  • Breite Bürste mit mittelharten Borsten und eingearbeiteten Kupferfasern (angeblich besonders schonend, Mona hasst sie)
  • Kleine Bürste mit ganz weichen Borsten(die wir früher auch für unsere Katzen verwendet haben)
  • Breitgezinkter Kamm (für die „Vorarbeit“ an den langen Haare an der Rute und an den Beinen)
  • Schmalgezinkter Kamm (für die Feinarbeit und zum Auskämmen der Haare zwischen den Zehen)
  • Kleine, schmale Rundbürste (für das flusige Fell hinter den Ohren)
  • Kleine Doppelbürste: eine Seite Kunstfaserborsten, eine Seite Drahtborsten (inzwischen viel zu klein)
  • Kamm mit beweglichen Zinken (zum Auskämmen der losen Haare im Fellwechsel)
  • Zwei Entfilzungsharken (Fehlkauf, beide leider viel, viel zu klein)
  • Badewannenbürste, ja genau, diese simplen Wurzelbürsten (prima geeignet für die Reinigung der Hunde unter dem Gartenschlauch – natürlich nur im Sommer)

Aber all diese Bürsten – auch die wenigen, die sich nach mehrjähriger Bürst-Erfahrung prinzipiell als sinnvoll herausgestellt haben –  sind in diesem komischen Winter nicht geeignet, unsere Hunde vor dem drohenden Filz zu schützen, weil sie irgendwie am nassen Hund nicht vernünftig funktionieren. Komisch ist ja auch, dass wir dieses „Problem“ in diesem Winter das erste Mal haben.

Als braver Hundemensch sollte man nun in das Fellpflegefachgeschäft seines Vertrauens marschieren, sich dort umfassend beraten lassen, und nach einer Haar- und Gen-Analyse der zu bürstenden Probanden eine  Superdupersonderbürste, Edition Matsch und Schnee, käuflich erwerben.

Ich habe beschlossen nicht brav zu sein, die Nerven meines Göttergatten nicht durch den Kauf von „Gedöns“ zu strapazieren, sondern eine stinknormale Drahtbürste zu kaufen, diese Variante mit den oben durch solche kleinen Knubbel „entschärften“ Drahtborstenenden. Ihr wisst, was ich meine?

Und nun? Eine täglich Rundumbürstung  pro Fellnase – das geht notfalls auch mal am nassen Hund (ist aber nicht optimal, da nasse Haare auch beim Wauzel empfindlich sind) und der Filz bleibt weg. Die Bürste ist einfach und prima, sie kommt tief genug ins Fell, ziept nicht, sie war kostengünstig, sie ist stabil, die Hunde mögen sie. Was will man mehr?
Manchmal ist eben doch alles ganz einfach.

Kommentare

  1. Ach ja Fellpflege!(seufz)
    Das ist auch hier ein Thema, da der Neufundländer noch mehr Fell hat und nass geht fast gar nicht!
    Habe jetzt aber von einer Neufi-Freundin einen guten Tipp bekommen, eine Drahtbürste mit diesen gebogenen Zaken, wie man sie sonst überall kaufen kann.
    Nur,dass hier die Zacken länger sind!
    Damit komme ich fast mühelos durch die dicksten stellen und bei kritischen stellen hat sie mir empfohlen, einen entfilzungs-Spray zu nehmen.
    Damit haben wir das jetzt gut im Griff!
    Nur das Problem mit den Ohren,besteht weiterhin, da kann man kämmen und ein Tag später ist schon wieder die nächste filz-stelle!
    Dazu noch ein Fräulein Ungeduld namens Flanna, die mit ihren 10 Monaten eine sehr begrenztes Verständnis für diese Prozedur hat!

    LG Bea

    • Silke meint::

      Oh ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es bei Flanna noch viel schwieriger ist, als bei unseren beiden. Bea, Du hast mein volles Mitgefühl…
      Entfilzungsspray habe ich auch schon ausprobiert, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das etwas verbessert. (Vielleicht habe ich auch bisher nur nicht das richtige gefunden?)
      Naja, mit der neuen Drahtbürste geht es jetzt ja ganz gut.
      LG
      Silke

  2. Manchmal sehe ich Hunde mit einem kleinen Cape – na, es sind eher kleine Hunde. Können Eure Hunde nicht auch so ein Cape überziehen? Doch vielleicht fühlen sie sich darin nicht wohl oder es gibt keine Capes für so grosse Hunde.

    Dann brauchtet Ihr den Wauzels nur noch die Füsse waschen

    Wenn meine Frage vielleicht blöde scheint – immer bedenken, dass ich gar keinen Hund habe. Und viel mehr Freizeit…Da ich weder Latein lernen noch Riesenhunden das Fell bürsten muss.

    • Silke meint::

      Deine Frage ist nicht blöde, liebe Sica!
      Ich glaube allerdings, dass unsere Hunde sich mit einem Regencape nicht anfreunden würden. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so ein Cape tatsächlich Schlamm abhalten würde, denn unsere beiden toben ja auch immer ziemlich herum, rennen über die Felder, legen sich hin, um sich gegenseitig aufzulauern und anzuspringen usw. Und das sollen sie ja auch gerne weiter tun, das alles ist schließlich ein Riesenspaß.
      Dazu kommt, dass ich von Hundekleidung sowieso überhaupt nichts halte – es sei denn, sie ist tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen für den Hund wichtig. Das gibt es ja auch.

      Latein lernen und Fell bürsten gehört zu meiner Freizeitgestaltung, jeder hat halt andere Hobbys.

      LG
      Silke

  3. Uhhii da hast Du aber eine ganze schöne Bürstensammlung. Ich habe auch schon so einiges probiert und habe jetzt den Furmaster. Von dem Teil bin ich echt begeistert, damit kämme ich leicht und locker Berge von Unterwolle aus.

    LG Soni

    • Silke meint::

      Davon habe ich auch schon gehört, aber nicht eben positives, deshalb bin ich bisher davor zurückgeschreckt. Angeblich (weiß ich aber eben nur von anderen) beschädigt der teilweise das Deckhaar und/oder zieht es auch mit heraus. Aber bei Mika funktioniert das demnach ja gut. Hast Du eigentlich inzwischen schon genug Haare zum Spinnen zusammen? Du wolltest Mikas Haare doch mal zu Wolle spinnen lassen, oder?

  4. Hi,
    bei Beagles bildet sich zwar kein Filz, aber regelmäßiges Bürsten (und staubsaugen) macht trotzdem Sinn. – Um am Parkett nicht auf der flauschigen Unterwolle der Süßen auszurutschen… Jedenfalls zu Zeiten des Fellwechsels. Und die sind öfters als ich gedacht hatte, und bei meinen beiden Damen jedenfalls, selten zur gleichen Zeit.

    Wir haben seit letztem Jahr einen Furminator. Ich war erstaunt was aus dem pflegeleichten Fell von Beagles damit rausgeht auch wenn man damit nur ganz vorsichtig \“arbeitet\“.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Klarissa und die Beagles

    • Silke meint::

      Hallo und herzlich Willkommen Klarissa,
      ich freu mich, dass Du den Weg in die Wauzelwelt gefunden hast

      Du bist jetzt schon die Zweite hier, die vom Furminator überzeugt ist. Vielleicht muss ich doch mal jemanden finden, der mir so ein Teil einfach zum ausprobieren leiht.
      Sag mal, habe ich das jetzt eigentlich richtig verstanden, dass Du Deine Beagles absaugst?
      Liebe Grüße aus dem Weserbergland
      Silke

  5. *LACH!* ui, der Staubsauger wird bei uns misstrauisch beobachtet – und wenn Frauchen den \“irren Blick\“ bekommt sind sie ganz schnell weg! (Versucht habe ichs nämlich schon. War aber natürlich Blödsinn!)

    Ich hatte ebenfalls Bedenken dass der Furminator mehr beschädigt als er hilft. Und bei Beagles vielleicht sogar eine übertriebe Pflegemaßnahme ist.
    Nachdem er aber in meinen Beagleforen gut weg kam und meine Tierärztin auch nicht Vitaminmangel sondern \“zu viel\“ lose Unterwolle bei meinen Mädels feststellte – habe ich ihn besorgt.

    Ich verwende ihn wirklich nur dann wenn es ganz arg ist. Vorsichtig, und auch nicht jeden Tag. Probieren ist sicher gut bevor du das Ding kaufst!

    LG, Klarissa

  6. Es ist wie bei allem sicher nicht für alle gut, vielleicht kommt es auch auf die Fellstruktur an. Aber ich bin echt begeistert, konnte noch nichts Negatives feststellen und Mika lässt sich damit sehr gerne kämmen, im Gegensatz zu allem anderen was ich schon probiert habe.

    Im Blog hab ich auch mal drüber geschrieben:
    http://www.hundewiese.info/hunde/452-fellpflege-beim-hund-mit-dem-furmaster.html

    Vielleicht kannst Du es Dir ja mal von jemand ausleihen zum Ausprobieren.

    Bin immer noch am Haare sammeln Silke *gg*, habe aber jetzt schon einiges zusammen und nach dem nächsten Fellwechsel jetzt im Frühjahr werde ich sie zum Spinnen einschicken.

    LG Soni

  7. Aber klar Silke ich werde dann natürlich darüber berichten.

    LG Soni

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