Von einem Lachs und einem Affen – Projekt 52 Bücher

12. Woche

Für diese Woche hat das Fellmonster ein Motto von Frau Margrat ausgewählt:

Ein Buch mit einem Tier im Titel.

Das ist ein Thema, zu dem mir wirklich richtig viele Bücher eingefallen sind. Ich hätte jetzt auch einfach eine Liste einstellen können. Denn alle haben etwas Besonderes. Aber das Projekt heißt ja 52 Bücher, und nicht 104 Bücher oder 208 Bücher.
Die Bücher, die mit „Die Katze, die…“ beginnen, fallen – wenngleich sehr unterhaltsam – also erst einmal raus. Denn da gehören ja allein zu der Reihe schon zig Bücher. Ebenfalls aussortiert habe ich „Schiffbruch mit Tiger“, da ich ganz fest daran glaube, dass dieses Buch vorgestellt werden wird. Den „Frosch mit der Maske“ habe ich auch wieder ins Regal zurückgestellt. Das „Lexikon der Hühner“ ebenfalls, und auch „Die weiße Löwin“ muss auf eine andere Gelegenheit warten. Gleiches gilt für diverse Fachbücher. Etwas länger habe ich noch über „Hunde in Bewegung“ nachgedacht – eines der ganz großartigen Weihnachtswunschlistenbücher. Sehr lustig ist ja auch „Onkel Oswald und der Sudan-Käfer“.

Ach Mann, das war echt schwer.
Man ahnt es schon, oder?  Die Entscheidung ist völlig spontan gefallen. Und zwar auf zwei Bücher. Also vielleicht werden es dann am Ende doch mehr als 52 Bücher sein. Aber das ist ja bekanntlich auch nicht so tragisch, da dieses Projekt ja keine strengen Regeln hat, die außerdem auch noch großzügig ausgelegt werden dürfen.

Das eine Buch ist eine wunderbare Sammlung köstlich amüsanter Kurzgeschichten. Bissig, scharfsinnig, humorvoll. Ein tolles Buch für „zwischendurch“. Wenn man kleine Appetithäppchen mag. Es ist eine Sammlung „nützlicher Ratschläge“, geschrieben vom früheren Ordinarius für Semiotik an der Universität in Bologna, Verfasser zahlreicher Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und der Ästhetik des Mittelalters: Umberto Eco.
Dies also ist Buch Nummer 1:  Wie man mit einem Lachs verreist
Bildungslektüre. Denn: Man weiß anschließend nicht nur, wie man mit einem Lachs verreist, sondern auch wie man (in Italien!) einen verlorenen Führerschein ersetzt (zum Kreischen komisch),  wie man ein Vorwort schreibt, wie man seine Zeit nutzt, wie man einen Pornofilm erkennt, wie man ein Mobiltelefon nicht benutzt und viele andere für das tägliche (Über-)leben ganz wichtige Dinge.

Buch Nummer 2 ist etwas ganz anderes:Die Frau und der Affe
Geschrieben von Peter Hoeg. Das Buch habe ich vor vierzehn Jahren zu Weihnachten bekommen. Weder hatte ich es mir gewünscht, noch sagte mir der Titel irgendetwas. Allerdings fiel mir gleich ein, dass ich von Peter Hoeg ja bereits „Smilla“ kannte – und mochte.
Die Frau und der Affe ist ein seltsames Buch. Auf eine sehr interessante, allerdings gleichzeitig etwas beklemmende Art seltsam. Da ich ja Seltsamkeiten mag, hat es mir gut gefallen. Es ist eines der Bücher, die nach dem Lesen noch lange im Gedächtnis haften bleiben. Beschrieben wird es als ein philosophischer Thriller. Eine Frau rettet einen Affen vor drohenden Experimenten und flieht mit ihm. Ob nun der Affe ihr Gefährte wird, oder sie die Gefährtin des Affen, ist eigentlich nur eine Frage des Blickwinkels. Und auch um den geht es in diesem Buch. Es endet anders als erwartet. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht mehr so detailliert beschreiben kann, wie ich das gerne tun würde. Deshalb, und auch weil es eines der lohnenden „Noch mal Lesen“ Bücher ist, kommt es jetzt gleich in ein anderes Regal. Ganz in die Nähe des SUB-Faches.
Ins NmL-Fach nämlich.

Kommentare

  1. „Wie man mit einem Lachs verreist“ kenne ich auch – herrlich! Müsste ich glatt mal wieder lesen.

    Das Dilemma, welches Buch man vorstellen soll, kommt mir bekannt vor. Ich habe mir selber die Beschränkung „einbuch pro Thema“ auferlegt, sonst komme ich ja zu gar nichts mehr. Und wir sind ja auch erst bei Woche 12!

    • Silke meint::

      Ja, das versuche ich auch: Nur ein Buch pro Woche.
      Mal sehen, ob es die nächsten Male wieder gelingt…
      Es gibt ja noch ein weiteres Buch von Umberto Eco, das ganz ähnlich ist: Platon im Striptease-Lokal. Das ist auch sehr schön!

  2. Das Lachsbuch setze ich auf meine Wuli.
    „Die Frau und der Affe“ habe ich, es befindet sich allerdings auf einem meiner schon zu einer gewissen Berühmtheit gewordenen Türme der ungelesenen Bücher. „Smillas Gespür für Schnee“ fand ich auch großartig. Tolles Buch.

    Apropos Hühner… Ein Traum von mir ist es, mal Hühner zu halten… Hühner sind ganz tolle Tiere. Ich hatte als Kind welche und habe einige gezähmt.

    • Silke meint::

      Das ist auch mal unser Plan gewesen: Hühner zu halten. Daher rührt auch noch das Buch. Aber wir haben das wieder verworfen. Es reicht, wenn die Hunde den Garten platt machen

      Aber es bleibt noch so als Gedanke…vielleicht irgendwann mal.

      Wie kam es denn, dass Du Hühner hattest?

      Wir hatten früher (als ich 14 oder 15 war) zu Hause auch mal welche, allerdings nur ein Jahr lang, wegen der Eier. Dann wurden sie geschlachtet. Das war schrecklich, und essen mochte sie auch niemand. Heute hätten Hühner bei uns wohl das ewige Leben. Wir würden sie alt werden lassen.

      • Meine Eltern hatten eine Gärtnerei und daher ein großes Grundstück. Da war auch Platz für Hühner. Es fing an, als ich auf dem Wochenmarkt in Ahrensburg (meine Eltern verkauften dort Blumen) schwarze Hennen entdeckte. Ich wollte unbedingt eine, und so kamen nach und nach Hühner zu uns… Meine erste hieß Sossi, das weiß ich noch. Sie hatte wunderschöne schwarze, glänzende Federn. Danach kamen noch braune, braun-weiße und auch Zwerghühner dazu. Auch Hähne, so dass ich auch Küken aufziehen konnte. Das war so schön! Geschlachtet werden durften die natürlich nicht. Aber als dann alles den Bach runterging, mussten die Hühner verkauft wurden, und da wusste ich natürlich, dass die geschlachtet wurden. Das war bitter. Zu den Rassen kann ich nichts sagen, damit habe ich mich nie beschäftigt, gut ging es ihnen trotzdem.

        Wenn Ihr irgendwie eine Chance habt, Hühner zu halten, macht es. Das ist toll. Diese kleinen flauschigen Küken… Immer frische Eier… Das Krähen des Hahnes… (Letzteres ist einer der Gründe, warum ich mich nicht traue. Braucht einen ja nur ein idiotischer Nachbar zu verklagen…) Ich weiß ja nicht, wie groß Euer Garten ist und ob das mit den Hunden ginge, denn wenn man einen Hahn dabei hat, hat man natürlich ruck-zuck ein paar Hühner mehr. :-) Aber Kükenaufzucht ist toll. Die werden auch zahm, wenn man sich viel um sie kümmert. Ich weiß noch, dass ich als Kind im Winter eine Henne auf den Schlitten gesetzt und durch die Gegend gezogen habe. (Wenn ich darüber nachdenke, vermute ich, dass meine Beklopptheit vermutlich angeboren ist. Egal.)

        • … meine Großeltern hatten wohl auch mal Hühner, aber daran kann ich mich nicht erinnern, nur meine Tante erzählt mir immer wieder das ich als Zweijähriger wohl zu grobmotorisch zu ein paar Küken war die hatten auch lange Karnickel, da durfte jeder Enkel sich eins aussuchen, die bekamen einen Nahmen und wurden nicht geschlachtet, die hatten dann eine ganz normale Lebensspanne um die Tauben nicht zu vergessen die wurden dann aber Mitte der 80’er auch abgeschafft, man Täubchen sind echt lecker. Smilie by GreenSmilies.com

          • Silke meint::

            Das finde ich schön, dass Ihr Eure Kaninchen dann quasi behalten durftet und sie ein langes Leben hatten. Also ich könnte definitiv keine Tiere halten, und diese dann später essen. Wahrscheinlich ist das nicht wirklich konsequent, da ich ja durchaus Fleisch esse. Aber wenn ein Tier vorher bei mir und mit mir gelebt hat… Neee, das geht ja gar nicht.

        • Silke meint::

          @Fellmonsterchen: Ach ich weiß nicht. Es ist halt auch eine Menge Arbeit, und die würde überwiegend an Ralph hängen, weil ich ja auch oft nicht da bin. Deshalb wäre das – wenn überhaupt – sowieso seine Entscheidung. Die Sache mit den frischen Eiern ist schon sehr verlockend. Aber Mona würde wahrscheinlich auch eher denken „Oh prima – im Garten gibt es jetzt Lebendnahrung!“ Ich weiß nicht, ob die beiden sich daran gewöhnen würden…
          Dass Du ein Huhn auf einen Schlitten gesetzt hast finde ich voll süß und überhaupt nicht bekloppt. Aber so was macht man eben auch nur als Kind.

  3. Oje, in dem Text sind 1000 Rechtschreibfehler. Bitte gnädig drüber hinwegsehen. Danke.

  4. Jaha… Silke du hast es mal wieder geschafft, eine deiner Vorstellungen ist bestellt.
    „Wie man mit einem Lachs verreißt.“ klingt so gut, da habe ich gleich mal Amazon behelligt, und siehe da als Hörbuch von 2006 für 0,96€ + 3€ Versandkosten, das ist deutlich günstiger als ein Buch, das ist manchmal wirklich faszinierend auf was man so stößt.

    • Silke meint::

      Ach, ein Hörbuch, das ist ja auch schön! Wer liest es denn? Finde ich eine gute Idee. Diese Geschichten sind wahrscheinlich ziemlich perfekt, um sie morgens auf dem Weg zur Arbeit oder abends auf dem Weg zurück im Auto zu hören…

  5. Die Frau und der Affe habe ich auch vor Jahren gelesen und erinnere mich, dass ich es wie Du seltsam aber interessant fand. Fellmonsterchens Projekt hat, wie ich heute bei der Durchsicht meiner potentiellen Bücher festgestellt habe, wirklich nicht nur fAuswirkungen für den SuB bzw. die WuLi/Interessant-Liste (wohin auch der von Dir vorgestellte Eco gewandert ist), sondern bringt viele Bücher wieder zum NmL zum Vorschein.

    Zeit bitte, Urlaub! :)

    Aus der“Die Katze, die …“ -Reihe habe ich auch drei Bücher gelesen, sie sind ganz nett zwischendurch. Und „Schiffbruch mit Tiger“ kenne und habe ich auch (DarkJohann hatte den Roman ja bereits am ersten Satz erkannt :))

    • Silke meint::

      Ja, die liebe Zeit.. Irgendwie hat man nie genug Urlaub, um all das zu tun, was man eigentlich gerne tun möchte *seufz*

      Mit „ganz nett zwischendurch“ hast die „Die Katze, die…“ Bücher gut beschrieben. Sie sind nicht anspruchsvoll, manchmal etwas … spießig … aber trotzdem irgendwie „nett“. Vor allem die Idee der Schnurrhaar- und Schnurrbartsensoren für in der Luft liegende besondere Schwingungen finde ich irgendwie cool. Naja, und dann die umgebaute Apfelscheune, in der Qwilleran wohnt: Die ist ja wohl der Hammer!

      Schiffbruch mit Tiger fand ich toll, aber Ralph hat – glaube ich – nur den Anfang gelesen. Vielleicht hat sich deshalb der erste Satz so gut eingeprägt…

  6. Nein so etwas *g*, dann sollte er sich gelegentlich (wie war das mit der Zeit *lach*) das Buch von Yann Martel noch einmal schnappen und mehr als den Anfang lesen.

  7. Das Buch von Umberto Eco hab ich mir mal aufgeschrieben, man kann ja nie wissen, was man mal auf Reisen mitnimmt ;)
    Die Überlegungen am Anfang kann ich sehr gut nachvollziehen, ich weiß noch immer nicht, welches Buch ich nun nehme… (ich mag, dass bei dir der „Benachrichtigung-bei-weiteren-Kommentaren“-Haken automatisch gesetzt ist, den vergess ich nämlich so gut wie immer)

    • Silke meint::

      Mit dem Buch kann man eigentlich keinen Fehler machen! Aga hat ja sogar eine ganz günstige Hörbuch-Variante gefunden (s.o.) finde ich auch nicht schlecht.

      Ach guck! Das mit der quasi automatischen „Benachrichtigung bei Kommentaren“ wußte ich gar nicht, ist aber wirklich praktisch. Ich habe ja überhaupt keine Ahnung von dieser ganzen Blogtechnik. Ich kann nur Beiträge mit Fotos hochladen. Mehr nicht.
      Alles was schwieriger ist, macht Ralph.

      • Ich hätte auch gern jemanden, der mir die schwierigen Sachen einstellt… Nein, das geht schon, ich hab jemanden den ich fragen kann und sonst würde ich vermutlich einfach mal nen „Hilfeschrei“-Artikel verfassen
        Das Buch gibt es auch in „analog“ schon ziemlich günstig… aber vielleicht find ich noch ne E-Book-Version?

  8. Das erste klingt ja echt gut! Ich hab in letzter Zeit ab und zu mal Kurzgeschichten gelesen und finde immer mehr Gefallen daran. Danke für den Tipp!

Sitz! und gib Laut:

Bitte frei Schnauze - keine Pfote vor die selbige nehmen!

Rechtschreibfähler werden hier freundlich icknoriert und wechgewedelt!

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