Barfen – oder Wie ich meinen Hund gesund verhungern lasse (1)

Herrchen – muss ich DAS fressen?

Schaut in die Augen dieses Hundes – und dann gebt ihm nichts anderes zu fressen! (Klick auf die Bilder macht sie größer). Erst lag er noch ganz vertrauens- und erwartungsvoll bei mir in der Küche, während ich mit einem vermeintlich scharfen Messer versuchte, Pansen zu zerkleinern. Eine nette Arbeit – sowohl olfaktorisch als auch technisch eine Herausforderung. Zurück zu den Hundeaugen und dem leeren Magen, den unsere Wauzels nach Tag 1 des Barfexperiments haben werden. Verhungern werden sie, jämmerlich …

Mein Herrchen macht sicher lecker Mampf!

Denn was fällt Euch noch auf, wenn ihr die Bilder betrachtet? Richtig: kein Monchen zu sehen! Für Monchen ist der Barf-Fraß nicht mal mehr eine Reise in die Küche wert. Sonst hing sie mir fast schon an der Hand, wenn ich die Näpfe füllte. Und jetzt? Nichts mehr – Friedhofsruhe! Während Holmes´ Blick immerhin noch fragend mein Antlitz sucht, wendet sich Mona ab – hoffnungslos enttäuscht und voller Verachtung für die Person, deren Hände sie einst zuverlässig fütterten. Sie dreht sich schlicht um und lässt ihr Heck verkünden: Friss Deine Pansen selbst, Herrchen. Du wirst schon sehen …

Das kann ja heiter werden – kein Stück Pansen wanderte in den Hundebauch. Aber welcher Magen würde sich auch selbst fressen? Kannibalismus ist unter Mägen jedenfalls definitiv nicht angesagt! Heute Morgen gab es „lecker Frischfleisch“ vom Rind in Gempüsepampe. Für den Mülleimer. Der dürfte rasch einen dicken Bauch bekommen und wird bald noch ein paar seiner Kumpels zu uns einladen: hey, Jungs. Kommt alle her. Die „barfen“ hier – da gibt es genug für uns alle!

Nun will ich nicht unken, denn ich bin ja kein Frosch. Aber bisher ist die Barferei ein Schlag ins Wasser …

P.S.: Der Holmes wohl doch etwas Pansen gefressen! Er steht gerade im Garten und k*tzt es wieder aus! *Jammer*

Kommentare

  1. Also erstmal eins vorneweg: Alles wird gut. Es wird immer alles gut.

    So. Das hätten wir.

    Dann zu meinen – schon lange zurückliegenden – Erfahrungen mit Pansen, Schlund & Co.: Ich persönlich habe immer gerne Saure Flecke gegessen. Damals. Sau-lecker. Aber das wollte ich gar nicht sagen, stattdessen: Auch der Hund ist ein Gewohnheitstier. Wenn es nix anderes mehr gibt (und Herrchen und/oder Frauchen mit Genuß selbst so etwas essen (oder es vermeintlich tun) ), dann wird hund irgendwann probieren. Bestimmt. Isso. Tschakka…!!!

    Meine Doggen fanden es jedenfalls lecker (allerdings gab es damals nur zwischendurch, als Snack, nicht als Alleinfutter… nicht aus Überzeugung nicht, sondern aus…. nun ja… Gewohnheit eben) und auch rohen Schlund fanden sie gut… (ich nicht so).. Als in der Tüte vom Fleischer ihres Vertrauens statt Schlund eines Tages versehentlich ein kompletter Schweinemagen war, samt Original-Füllung, haben sie mir Blicke geschenkt, die denen von Holmes hier doch sehr, sehr ähnlich waren…. (das war aber auch eklig… igitt… )

    Naja…. erster Tag… alles ist noch offen… haltet durch…!

  2. Danke, Frau ähhh, „alles wird gut“ Ruge!? Ruge, die war es wohl … Und damals waren die Pansen sicher noch anders – viel leckerer als heute. Mein Holmes ist schon nur noch Haut und Knochen – und die soll es auch bald geben: Knochen – mein Hund frisst sich selbst *weiterjammer* Und Mona ist ohnehin schon so klein und schwach. Es wird sicher furchtbar – nocht viel schrecklich furchtbarer als heute :yes:

    Und „isso“ – ich weiß nicht. Aber eventuell ja Mona und Holmes

    Danke für Deinen Zuspruch

  3. Es gibt Hunde, die keinen Pansen mögen? Ich bin erstaunt. Selbst Menschen, die glauben, schon alles gesehen zu haben, dürften das große Staunen kriegen…
    Habt Ihr von einem Tag auf den anderen radikal umgestellt? Dass das mancher Hundemagen nicht gern mag, glaube ich. Können nicht alle solche Saumägen wie Hutze & Hursch haben… Und wenn Ihr erst versucht, altes Futter (alt im Sinne von „vorheriges Futter“, nicht „liegt schon 100 Jahre im Keller“) mit dem frischen Zeuchs zu mischen? Vielleicht kommen sie dann eher auf den Geschmack? Man weiß so wenig. Und ich noch weniger. Hauptsache, ich habe mal wieder kommentiert.

    • Silke meint::

      Ja es ist seltsam, nicht wahr? Allerdings mögen Sie auch keinen getrockneten Pansen, also hätten wir vielleicht vorgewarnt sein können.
      Das langsame „Ausschleichen“ des bisherigen Futters hatten wir auch überlegt, aber dann deshalb gelassen, weil sie da ja auch schon nicht mehr so richtig dran wollten (zumindest wenn ich es angerührt hatte….)
      Und noch dazu hatte ich von einigen Leuten gehört, dass die Umstellung „von jetzt auf gleich“ prima funktioniert hatte.
      Mal sehen, vielleicht klappt es ja mit dem Andünsten, sonst müssen wir tatsächlich nochmal das „alte“ Futter besorgen….
      Liebe Grüße

  4. Grüß euch,

    Fellmonsterchens Mixvorschlag scheint mir einleuchtend. – Hunde die keinen Pansen mögen sind mir allerdings in diesem Haushalt noch nicht untergekommen und ich habe also keine Erfahrung mit Verweigerung.

    Ungeputzter Pansen ist bei uns nur eine leckere Abwechslung die es (LEIDER) viiiel zu selten gibt. Geschnippelt wird da allerdings kaum etwas. Sie haben ja schließlich kräftige Zähne im Maul (und ja, auch meine Küchenmesser gehören wieder einmal geschliffen *g*).
    Wir haben mit dem Stinkezeugs auch öfters Schleppfährten gelegt – das große Stück am Ende der Fährte landete immer im Hundemagen.

    Gewöhnungsbedürftig ist es allerdings manchmal schon ihnen beim Verzehr zuzusehen.
    Wenn zu gierig geschlungen wurde (damit der andere nix erwischt), kommt auch mal so ein Stück retour und ich überlegte zu Beginn ob meine jetzigen Beagles nicht vielleicht doch zu doof zum Pansenfressen sein könnten. Aaaber sie können auch kauen – und wie gesagt, drin ist das rohe Zeug am Schluß bei uns immer.

    LG und alles Gute beim Barfen,
    Klarissa

    • Silke meint::

      Huaaah, Stinkezeugs ist es allerdings wirklich. Mann, nachdem ich es dann noch im Kochtopf hatte müffelt hier die Bude ganz fürchterlich. Du machst Dir keine Vorstellung…

      Aber ein kleiner Erfolg war es ja dann immerhin doch.
      Fährten damit zu legen ist auch eine gute Idee, aber ich fürchte das klappt bei uns erst dann, wenn sie wirklich auf den Geschmack gekommen sind. Vorher würden sie uns wahrscheinlich einen Vogel zeigen, nach dem Motto: Sucht mal schön selbst…

      Liebe Grüße zurück, auch an die Beagle-Damen!

  5. Arme Mona, armer Holmes,
    schmeckt das wirklich so schlimm? Der Holmes sieht ja schon ganz dünn aus. Vielleicht könnt ihr das Futter gegen eine ordentlich Wurst eintauschen. Verbuddeln hilft auch manchmal. Wir drücken euch die Pfoten das eure Zweibeiner bald Erbarmen haben. Immer traurig gucken.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

    PS. Wir können nicht barfen (wegen Medikamentendosierung). Deshalb wissen wir auch nicht ob das wirklich so scheußlich schmeckt. Haltet durch. Nicht das ihr euch noch auf euren Spaziergängen selber was fangen müsst.

    • Silke meint::

      Liebe Emma,
      hier schreibt Dir Mona, getarnt mit Frauchens Benutzerprofil.
      Du machst Dir gar keine keine Vorstellung: Da landet erst heute früh schon so komisches Zeugs in meinem Napf, und dann heute abend schon wieder. Eine Frechheit ist das!
      Holmes, naja, der gibt einfach zu schnell nach. Fast sah es vorhin so aus, als würde es ihm sogar Spaß machen, diese komischen Flatschen zu fressen, die Frauchen ihm hingehalten hat. Pffft.
      Ich hingegen habe erst was gefressen, nachdem Frauchen es mir im Topf zubereitet hatte. Wollen wir doch mal sehen, wer länger durchhält. Ich kann zwar nicht so traurig gucken wie der Holmes, aber ich bin viiiiiiel konsequenter…
      Liebes „Wuff“, auch an Deine Freundin Lotte!

  6. Silke meint::

    UPDATE von 21.43 Uhr:

    Aaaaalso, der Holmes hat seinen Pansen komplett aufgefressen.
    Allerdings werde ich ihm wohl nicht immer Stückchen für Stückchen aus der Hand anreichen können. Das ist dann doch etwas aufwendig…
    Anschließend wieder ausgek*** hat er nur eine kleine Menge, definitiv nicht alles.

    Mona hingegen verweigerte das Zeug erstmal auch weiterhin, so dass ich schließlich die Stücke etwas angedünstet habe. Und siehe da: So mag es auch Madame. Sie hat dann ihre Portion zum Großteil gefressen und dem Holmes noch einen kleinen Rest gelassen, den dieser dann auch erfreut zu sich genommen hat.

    Das ist jetzt ungefähr 1,5 Stunden her, und bisher ist alles gut. Beide liegen offensichtlich zufrieden zu meinen Füßen und schnarchen vor sich hin. Vielleicht ist es eine gute Idee, das Fleisch wirklich zu Anfang erstmal anzudünsten, jedesmal ein bißchen weniger, bis sie es dann auch gänzlich roh nehmen. Zumindest habe ich das sowohl in unserer Broschüre und diversen Foren als Tip gelesen, und außerdem auch gehört.

    Holmes ist – glaube ich – dem Roh fressen insgesamt schon eher zugeneigt. Denn hier muss ich Ralph zumindest teilweise wiedersprechen: Holmes hat auch heute früh sein Fleisch teilweise gefressen – solange ich es ihm anreichte, und er seine Nase nicht in den Napf stecken musste.

    Mann o mann. Was macht man nicht alles für die Viecher…

    Drückt mal die Daumen, dass es morgen etwas besser funktioniert!
    Danke!

    • Hundewerkstatt meint::

      Andünsten ist ein guter Trick um die Mäkler beim Umstellen doch noch für sich zu gewinnen.
      Den Hundis, die bisher mit Trockenfutter klar kommen mussten, fehlt der Reflex bei dem Geruch von Fleisch die Magensäure und Speichelproduktion anzukurbel. Durch das Dünsten entwickeln sich Röststoffe, die sie vom Trockenfutter her kennen in dem das Fleisch wärmebehandelt ist – auch wenn es heißt kaltgepreßt so ist der Fleischanteil vorher getrocknet worden.
      Ebenso haben Trofuhunde nicht einen so niedrigen PH der Magensäure was dann am Anfang zu erbrechen bei bindegewebigen und knochenhaltigen Futtermitteln führt.
      Die Darmflora braucht dann auch noch eine ganze Zeit um sich entsprechend aufzubauen.
      Das Untermischen des Trofu würde ich vermeiden, da das Futter eine viel längere Verweildauer im Verdauungstrakt hat und die Umbildung der Magen-Darmflora behindert wird. Unterstützend und zur Geschmacksverbesserung kann man Jogurth untermischen und es gibt eine Vielzahl von Produkten zum Aufbau der Darmflora.
      Am Anfang ist die Akzeptanz von gewolftem Fleisch und Pansen bei den meisten Hunden erheblich höher.
      Ich hoffe Eure Wauzelz fallen nicht gleich so vom Fleisch und gewöhnen sich an das gesunde Futter. Im Moment sind sie auf MC Doof Entzug…

      • Hihi, „Mc Doof-Entzug“ ist schön…

        Also heute hat es mit andünsten auch geklappt. Holmes frisst prima, während es bei Mona noch weiterer Tricks bedurfte, sie zum Fressen zu überreden. Da hilft wohl nur Geduld. Wird schon…

        Und keine Sorge: So schnell fallen sie sicher nicht vom Fleisch

  7. Huhu :-)
    Schließe mich dem Fellmonsterchen an: Erstmal mischen, dann nach und nach das „alte“ reduzieren.
    Smilla ist hier übrigens grad ins Koma gefallen…. WAS? Die mögen den Pansen nicht??? *plumps*

    Grüßerli,
    die Smilla Tippse

    • Silke meint::

      Oh weia, arme Smilla. Ja es ist schon seeeehr komisch.
      Mal sehen wie es morgen läuft. Wir haben halt vom alten Futter nichts mehr. Aber wenn es gar nicht anders geht, werden wir es auch so versuchen.

      Häufig wird ja auch explizit davon abgeraten, Rohfutter mit Fertigfutter in einer Mahlzeit zu mischen. Also vielleicht dann Dosenfutter + Rohfutter? Mal gucken…
      Wir werden jedenfalls weiter berichten!

      Liebe Grüße nach Hamburg!

  8. Da der Holmes ja anscheinend etwas Gefallen an seinem neuen Futter gefunden hat, finde ich, dass Du armes kleines Monchen ganz doll getröstet werden musst.
    Nicht nur, dass Du ekel-stinke-Pansen vorgesetzt bekommst, wie ich heute erfahren musste, ist Dir auch die Teilnahme an der Hunderallye nicht ermöglicht worden. Du armes kleines Wauzelchen!!!!!
    Wenn Du es zuhause nicht mehr aushälst und ausziehen möchtest, sag Bescheid, vielleicht nimmt Dich das FBI auf. F und B bestimmt, aber der Chefkater??? Hier gibt es jedenfalls leckeres Trockenfutter, meistens mit einem Rest Nass-Katzenfutter angerichtet und das wird immer gut aufgefressen.
    Ich denke an Dich liebes Monchen!! Holmes wünsche ich einen guten Appetit und immer eine fütternde Hand zur Stelle.
    LG

    • Liebe FBI-Chefin,
      ich bin’s Mona. Bin wieder heimlich mit Frauchens Benutzerprofil unterwegs. Also das finde ich echt prima, dass Du mir Asyl anbietest. Darf Holmes auch mitkommen? Den brauche ich nämlich, damit ich jemanden zum ärgern habe, weißt Du? So quasi als Sandsack, zum austoben… Also wenn er mit darf, dann werde ich mal drüber nachdenken. Allerdings, … ich glaube ja, dass die Zweibeiner hier ohne uns auch nicht wirklich zurecht kommen. Die haben dann ja niemanden mehr, der mit ihnen spazieren geht. Und außerdem – wenn die hier dann möglicherweise wochenlang ohne Aufsicht sind und machen können was sie wollen, dann reisst einfach wieder viel zu viel ein. Dabei haben Holmes und ich schon so viele Jahre Erziehung in die beiden investiert. Also ich weiß nicht so richtig. Aber trotzdem: Super, dass Du an uns denkst! Liebe Grüße sende ich Dir, auch von Holmes, und auch an F und B, an den Chefkater und den Herrn des Hauses.
      P.S.: Vielleicht kannst Du mir ja mal was zu essen mitbringen? Damit ich nicht verhungere. Es ist nämlich bestimmt bald soweit…

  9. Liebes Monchen, ich sehe hier ein großes Problem den Holmes aufzunehmen. Du weißt ja, unsere Fellwürste haben es nicht so mit anderen Rüden. Zum ärgern hättest Du hier aber genug, der Chefkater ist ein super Sandsack!!!
    Ich kann Dir gerne lecker Frolic mitbringen, eine neue Sorte, unsere beiden wollen es einfach nicht fressen und spucken es immer wieder aus. So schlecht kann es aber nicht sein, der Nachbarhund steht total drauf. Sofern wir Euch bald mal besuchen kommen, bringe ich Dir eine Kostprobe mit.
    Übrigens bin ich ganz Deiner Meinung, ohne Euch kommen werden die Zweibeiner komplett hilflos sein, dass kann niemand verantworten. Ich hoffe Dein Ernährungsproblem endet bald und Du bekommst wieder anständiges Futter. Sei lieb gegrüßt und halte durch!!!

  10. Wuff! Probleme? Mit mir? Niemals. Ich regele das schon … Und Monchens Futter kommt hier ja auch nicht um :yes: Madame hat ja heute von Herrchen auch zudem eine extra Portion barffreies Futter bekommen. War lecker. Öhh, ja, ich habe auch was abbekommen. Ein wenig Die Kleine frisst das Barf-Zeugs gar nicht – ich mag es eigentlich ganz gern. Aber nicht Herrchen verraten – dann fallen meine Extraportionen ja weg

    Aber keine Sorge – Mona verhungert hier nicht; und ich auch nicht. Aber: Psssst ……

  11. Also ich habe echt Mitleid mit Mona und Holmes *gg* stelle mir grad vor, wenn mich jemand zu Milchreis zwingen wollte, würde ich auch das Futter verweigern, iiihhgitt, Geschmäcker sind halt verschieden.
    Mika hat sicher die Straßenhundgene seiner Eltern in sich und frisst alles, auch roh. Mein Vorgängerhund Bac machte um alles Rohe einen großen Bogen, gefressen hätte er das niemals und ich wollte ihn auch nicht dazu zwingen, hab es in der Pfanne gedünstet und gut war. Ich bin ja immer der Meinung nicht jeder Trend ist für jeden Hund gleich gut.
    Wünsche Dir aber viel Erfolg bei der Futterumstellung, wird ja vielleicht noch werden.

    LG Soni

    • Silke meint::

      Hast absolut recht mit Deiner Meinung, Soni, was das Thema „Trend“ angeht.
      Wir machen das allerdings auch nicht des Trendes wegen, sondern aus vielerlei verschiedenen Gründen. Einer davon: Haut- und Fellprobleme bei Holmes. Ein anderer: Tendenzielle Unzufriedenheit unserer Wauzels mit diversen (eigentlich schon guten) anderen Futtersorten. Und außerdem, weil es uns irgendwie auch natürlicher erscheint. Und nach mehreren Experimenten versuchen wir es jetzt eben mal so.
      Zumindest weiß man bis aufs Detail was drin ist, wenn man selbst zusammenstellt. Und dabei fühle ich mich auch irgendwie wohler, nach diversen Berichten über die Inhalte von Fertigfutter. Aber am wichtigsten ist natürlich, dass die Wauzels damit gut klarkommen. Und dazu gehört natürlich auch, dass sie es mögen.
      Holmes mag es inzwischen wirklich gern. Heute früh stand er sabbernd neben mir, als ich die Näpfe gefüllt habe. Und er hat seine Portion (nur ganz leicht angedünstet) in windeseile verschlungen.
      Mona bekommt jetzt erstmal Mischungen aus Dosen- und Frischfutter. Wenn sie mehr Zeit braucht, sich daran zu gewöhnen, dann soll sie die natürlich haben. Und wenn sie sich gar nicht daran gewöhnt, ist es auch okay, dann lassen wir es bei ihr eben sein. Nee, nee, gezwungen wird hier auch keiner zu seinem Glück!

      LG
      Silke

  12. Bei uns wird das Fleisch gekocht, seitdem liebt es mein Hund und er verträgt es um Längen besser. Geschmäcker sind nun mal verschieden und man sollte niemanden zu seinem Glück zwingen.

    • Silke meint::

      Genau!! Deshalb bekommt Mona auch erst mal noch eine „Extrawurst“. Und gemischt mit Dosenfutter frisst sie es dann auch gerne. Was die Verträglichkeit angeht, kommen beide bisher gut klar. Nur Pansen wird wohl nicht das Lieblingsgericht. Also mischen wir den jetzt unter. Dann passt auch das.
      Aber auch an Dich mal die Frage, wenn Du generell gekocht fütterst: Sind dann noch genügend Vitamine usw. enthalten? Oder gibst Du dann noch Futterergänzung in irgendeiner anderen Form?
      LG
      Silke

  13. Ich bin auch nicht davon ausgegangen das Du einem Trend folgst Silke und bin auch nicht der Fertigfutterliebhaber, nicht das Du das falsch verstehst. Selbst zubereitetes Futter ist deutlich gesünder, ob nun gedünstet oder roh meinte ich halt kommt auf den Hund an. Nicht jeder Hund verträgt halt das rohe Futter, vom mögen mal abgesehen. Eine Hündin in meiner Hundegruppe z.B. hat über einen längeren Zeitraum starke Darmprobleme bekommen. Jedenfalls wirst Du ganz sicher die Haut-und Fellprobleme mit frischem Futter in den Griff bekommen. Meist sind es ja die ganzen Zusatzstoffe, die Probleme machen. Mika bekommt davon auch massive Hautprobleme und Kratzattacken. Eine Zeit hatte ich auch roh gefüttert, bin dann aber zu gedünstet übergegangen, weil er rohes Fleisch zwar mag, aber das rohe Gemüse nur sehr ungern frisst und Fleisch sollte man einem Kangal ja nicht übermässig füttern und so hab ich eh eine etwas andere Zusammenstellung als für die üblichen Haushunde.

    LG Soni

    • Silke meint::

      Huhu Soni, ich hab das nicht falsch verstanden. Aber Du hast mich daran erinnert, dass ich hier noch gar nichts zu unserer Motivation geschrieben hatte, roh zu füttern. Also hab ich es gleich mal nachgeholt.
      Aber eine ganz andere Frage habe ich jetzt mal. Wenn ich also z.B. auch Mona dauerhaft nur angedünstetes Fleisch geben würde, fehlen dann nicht bestimmte Mineralien und Vitamine, die nur im rohen Fleisch sind?

      Holmes hat heute früh alles roh bekommen. Sein Fleisch, Gemüsepampe und dazu noch eine Kelle selbstgemachten Ziegenmilchjoghurt. Er hat alles aufgemampft und wollte am liebsten sogar noch mehr. Es scheint für ihn jetzt also okay zu sein. Heute abend bekommt er das erste Mal eine Rinderkehle und Mona einen Putenhals. Mal sehen…

      Warum soll ein Kangal nicht so viel Fleisch bekommen? Und was bekommt er denn dann statt dessen? Da bin ich jetzt neugierig. Magst Du was dazu schreiben?

      LG
      Silke

      • Ich als Mensch lebe jetzt schon eine ziemlich lange Zeit mit gekochtem Futter und hab auch keinen Mangel (außer Vitamin D). ;-) Ich bin sogar der Meinung, dass Gekochtes besser vertragen wird, denn auf Roh hat Emil jeden morgen Galle gebrochen und auch nachts Sodbrennen gehabt. Zum gekochten gibt es Leinöl oder Hanföl, aktuell wegen Hautproblemen eine Biotinkur. Ab und an gibt es eine Kur mit Pernaturam Komplement. Man sollte einfach seinen gesunden Menschenverstand walten lassen, denn beim Kinder „füttern“ rechnet doch auch keiner Vitamin und Mineralien durch…oder mittlerweile doch???

        LG Emils Frauchen

        • Silke meint::

          Huhu Frauchen von Emil

          nein, nein. Ich glaube auch nicht, dass man alles ganz exakt nachrechnen sollte (oder auch nur kann). Schließlich rechne ich für mich selbst auch nix aus. Aber wir sind halt (noch) relativ unerfahren in Sachen Rohfütterung. Und dann frag ich halt gern mal gerade Leute, die selbst auch frisch füttern, wenn mir etwas unklar ist, und freue mich riesig über jede Antwort!!!
          Holmes scheint das Fleisch roh gut zu vertragen und mag es auch inzwischen gerne fressen. Aber Mona mag es (bisher) eben einfach nicht. Also dünsten wir.

          Hanföl ist auch eine gute Idee. Ich habe bisher immer Distelöl, Leinöl oder auch mal Rapsöl gegeben.
          Wo bekommst Du das Öl her?

          LG
          Silke

  14. Beim kurzen Andünsten vom Fleisch bleiben meines Erachtens genügend Mineralien und Vitamine enthalten, ist bei Gemüse ja auch so. Dünsten ist die schonenste Zubereitung von Lebensmittel, auch für den Mensch.

    Super, daß Holmes das Futter nun schon so gut annimmt. Ist natürlich auch alles eine Sache der Gewohnheit.

    Durch die Armut der türkischen Hirten, die kaum genügend für sich selbst Fleisch hatten, mussten diese Hunde über viele, viele Generationen hinweg mit primitivster Ernährung auskommen. Meist gab es nur Brot mit etwas Brühe von ausgekochten Knochen, oder ein wenig in Milch eingeweicht – das war ihr Hauptfutter. Sein Stoffwechsel und Energiehaushalt hat sich deshalb an die für uns mangelhafte Ernährung angepasst und ein zuviel des Guten an tierischem Eiweiß kann daher bei ihnen zu gesundheitlichen Problemen führen. Mika z.B. bekam von zuviel Fleisch Hautausschlag. Er bekommt eine bunte Mischung eigentlich von fast allem was ich auch esse. Kartoffeln, Reis, Gemüse, Obst, Salat, ab und an etwas Hüttenkäse, mal ein Ei oder ein paar Nüsse, auch mal ein Stück altes, trockenes Brot (das liebt er *gg*). Natürlich kriegt er auch Fleisch, aber etwa max. die Hälfte die ich sonst einem anderen Hund geben würde.

    Zwischendurch bekommt er auch schwedisches Trockenfutter ganz ohne Zusatzstoffe, das er gut verträgt. Wollte ihn da nicht komplett entwöhnen, da es einfach praktisch für unterwegs ist.

    Noch zu Deiner Frage von Emil wegen gekochtem Futter – meine Mutter hat so lange sie gelebt hat ihre Hunde mit gekochtem Futter ernährt und alle sind gesunde 16 – 18 Jahre alt geworden. Gut, es waren kleinere Rassen, ist aber trotzdem ein stattliches Alter. Also so ungesund oder mangelhaft kann gekochtes Futter nicht sein, sie meinte immer heutzutage wird solch eine Wissenschaft ums Futter gemacht und die Hunde werden immer kränker.

    LG Soni

    • Silke meint::

      Das leuchtet mir ein, was Du da über die Kangals schreibst. Und ja, es wird wirklich viel Bohei gemacht um das Füttern.
      Mich nervt das auch mitunter. Es gibt wirklich interessante Foren, aber was da zum Teil für Kleinkriege ausgefochten werden – um das richtige oder falsche Futter – es ist wirklich unglaublich…

      Aber man möchte eben irgendwie auch nichts falsch machen. Da ist gerade am Anfang einfach auch noch ein bißchen Unsicherheit dabei. Ich glaube aber, dass sich das schnell legen wird.

      Trockenes Brot mögen Mona und Holmes übrigens auch sehr gerne – mehr jedenfalls, als heute abend ihre fleischigen Knabbereien. Aber dazu schreibe ich morgen mal was…

      LG
      Silke

  15. Apropo kochen: Wichtig ist natürlich, dass man die Fleischbrühe mit verfüttert, denn sie enthält ja einen teil des „ausgekochten“ Inhaltes: http://www.grundrezept.de/130/3466/rinderbruehe/

    • Silke meint::

      Ich dünste ja nur in ganz, ganz wenig Wasser und Öl an. Und das gebe ich dann alles komplett in den Napf. So passt es schon. Aber das Rezept habe ich mir trotzdem gleich mal runtergeladen, weil ich immer schon einmal eine schöne Rinderbrühe selbst machen wollte. Bisher habe ich das nur bei Hühnerbrühe ausprobiert.
      LG

  16. Anja meint::

    Hihi, vielleicht stammen euere Wauzis nicht vom Wolf ab?

    Probiert es doch mal mit veganem Hufu. Das gibt’s tatsächlich, ich war ganz baff!

    • Silke meint::

      Ach doch, irgendwie schon. Sie fressen ja Fleisch. Nur müssen sie eben erst lernen, dass es auch roh essbar ist. Zumindest Holmes ist ja auch inzwischen soweit. Mona bekommt es eben gedünstet – bis auf weiteres.

      Veganes HuFu – gehört habe ich davon auch schon. Aber das geht ja nun wirklich gar nicht!
      Das ist eines der Experimente, die ich – bei aller Experimentierfreudigkeit – niemals machen würde.

      LG
      Silke

  17. was für ein großartiger Beitrag von einem Neu-Rohfütterer, dessen Hunde nur Industriepampe mit Geschmacksverstärkern kennen. Schön auch die Überschrift: wie ich meinen Hund gesund verhungern lasse. Ganz großes Kino.

    *Ironiausundweg* http://www.wauzelwelt.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/dj_wut.gif

    • Eventuell sollte man Ironie nicht nur bei dem eigenen Beitrag ein- und ausschalten ;-) Und EINEN Beitrag dieses Blogs lesen, um dann so einen Kommentar zu hinterlassen … nun, das verschafft ein recht eingeschränktes Beurteilungsfeld. Nebenbei: Die Hunde leben noch! Der Neu-Rohfütterer hat sie also nicht gesund verhungern lassen. So, und nun drücke ich mal auf Reset … willkommen in der Wauzelwelt, Linda. Und zumindest bei meinen Beiträgen hier das Augenzwinkern nicht vergessen :yes:

  18. Naja, zwischen „Industriepampe mit Geschmacksverstärkern“ und BARFEN gibt es noch ein weites Feld…

    Aber es ist bei den Hunden scheinbar wie bei den Menschen. Das Thema „Fütterung“ entfacht ganze Glaubenskriege.

    • Man kann darüber ja auch gerne hier eine Debatte führen – nur sollte man nicht einen Artikel dazu als Grundlage nehmen, der ja nun offensichtlich „heiter“ gemeint war ;-)
      Nebenbei: Schön, mal wieder etwas von Dir hier zu lesen, Anja :yes:

Sitz! und gib Laut:

Bitte frei Schnauze - keine Pfote vor die selbige nehmen!

Rechtschreibfähler werden hier freundlich icknoriert und wechgewedelt!

*

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