Lesesucht – 52 Bücher

38. Woche

Andere Aspekte der Lesesucht möchte das Fellmonsterchen in der 38. Woche des Projektes 52 Bücher mal beleuchtet wissen. Also kein Buch diesmal. Auf Vorschlag von Mestra gilt es, sich in dieser Woche folgenden Fragen zu widmen:

Mein Lieblingsplatz um ein gutes Buch zu lesen, wohin Bücher mich schon begleitet haben und wohin ich kein Buch mitnehmen würde!

Okay.

Der Lieblingsplatz ist einfach. Ich mag es ja gerne warm.  Also lese ich mit großem Vergnügen eingemummelt in eine kuschelige Decke auf dem Sofa. Oder auch im Bett. Zwingend erforderlich ist dabei aber die Decke – auch im Sommer, wobei es dann auch ein dünnes Laken sein darf. Ich glaube das ist einer frühkindlichen Prägung geschuldet. Geschichten vorgelesen zu bekommen oder selbst zu lesen passierte irgendwie immer eingemummelt.

Spätestens seit ich selbst lesen und davon gar nicht mehr genug bekommen konnte, brauchte ich eine Decke, um mit Taschenlampe darunter heimlich weiterlesen zu können, wenn nach Vorstellung meiner Eltern schon längst Schlafenszeit war. Die beste Taschenlampe zum „Unter-der-Bettdecke-lesen“ bekam ich übrigens genau zu diesem Zweck von meiner Oma geschenkt, die selbst gerne nächtelang las, und diese kleinliche Einstellung meiner Eltern, ein Kind müsse des Nachts schlafen um morgens wieder fit zu sein, überhaupt nicht teilte, und deshalb meine größte Verbündete in Sachen „Lesesucht“ war.
Nun, die Taschenlampe ist inzwischen durch eine Leselampe ersetzt. Aber die Decke ist immer noch wichtig.

Es liest sich aber auch sehr schön in der Badewanne, vorausgesetzt es übermannt einen nicht in der wohligen Wärme eine etwas andere Art von Sekundenschlaf, aus dem man abrupt erwacht, wenn das Buch sich platschend das erste und vermutlich auch letzte Bad seines Daseins gönnt. Können Bücher eigentlich um Hilfe rufen? Ich bin schon manchmal „aufgewacht“, kurz bevor die ersten Seiten ins Wasser eintauchten, ohne genau zu wissen, was mich da geweckt hatte.
In der Wanne lesen gelingt man besten, wenn die Hitze des Badewassers und der durch den Gänsehautfaktor des Buches bemessene Frostgrad (weshalb ich in der Wanne vorzugsweise Thriller lese) in Summe und anschließend geteilt durch zwei eine Temperatur zwischen 15 und 20 Grad ergibt. Dann besteht auch für das Buch eine reelle Überlebenschance.

Bücher haben mich eigentlich schon überall hin begleitet. Ich habe noch keinen Urlaub, keine Dienstreise ohne Buch angetreten. Höchstens waren es mal zu wenige. Ich erinnere mich da an einen schon länger zurückliegenden Urlaub, bei dem mir der Lesestoff tatsächlich bereits nach 4 Tagen ausgegangen war, und so die übrigen 10 Tage im Hinblick auf die Leselust noch irgendwie zu überbrücken waren. Das ist der Grund, warum ich mit der Struktur der „Jerry-Cotton-Heftromane“ vertraut bin (ich glaube ja noch immer, dass diese – wie auch Liebesromane – aus Textbausteinen immer neu zusammengesetzt werden…). Denn dies war das einzige Lesefutter, das es am Urlaubsort in meiner Sprache gab. Also Bücher sind eigentlich immer dabei. Auch wenn ich dienstlich und alleine unterwegs bin, ist mir doch ein Buch beim Frühstück oder Abendessen im Hotel immer ein feiner Begleiter.

Wohin ich kein Buch mitnehmen würde? Hmmm. Da musste ich ein bißchen überlegen. Eingefallen sind mir eigentlich nur zwei „Orte“, wobei „Orte“ es nicht richtig trifft.
Also gar keinen Sinn ergibt es für mich, ein Buch mit auf einen Hundespaziergang zu nehmen. Und wenn ich mit Mona in die Hundeschule oder zum Trailen gehe, dann habe ich auch noch nie ein Buch mitgenommen und werde dies wohl auch künftig nicht tun.

Da aber zum Schluss auch dieser Beitrag mit mindestens einem Buch enden soll (Jerry Cotton zählt da natürlich nicht), frage ich heute einfach mal in die Runde: Kennt jemand das Buch „Als ich unsichtbar war“ von Martin Pistorius?
Ich überlege nämlich schon eine ganze Weile, ob ich es mir bestellen sollte.

Habt noch einen schönen Sonntag!

Kommentare

  1. Was für eine tolle Oma!
    Das Buch kenne ich leider nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich es lesen werde. Zwar schrecke ich nicht generell vor ernster Literatur zurück, aber „Krankheitsbücher“ haben bei mir nur selten eine Chance. Da erlebt man im realen Leben zwangsläufig mehr als genug (nicht nur auf einen selber, sondern auch auf Menschen, die einem was bedeuten, bezogen).

    • Silke meint::

      Ja, meine Oma war wirklich große Klasse, wir haben sie alle abgöttisch geliebt! Meine Lesesucht habe ich ganz eindeutig ihr zu verdanken – und einer kleinen alten Bücherei mit knarrenden und quitschenden Bodendielen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte…

      „Krankheitsbücher“ – ich ahne, was Du meinst.
      Mich reizt das Buch nicht wegen der Krankheitsgeschichte an sich, sondern weil ich mich für die Wege interessiere, die Menschen finden, um sich durch solche manchmal (wie auch hier) viele Jahre andauernden und für mich völlig unvorstellbaren Lebenssituationen zu bewegen und diese zu meistern. Es gibt leider auch Bücher solcher Art, die nur sehr effektheischend und eher mit B*ld-Niveau daher kommen. Das ist gar nicht meine Welt. Ich finde das „dahinter“ wissenswert. Aber dieses Interesse lässt sich kaum schriftlich erklären, zumindest ich komme da an meine Grenzen…

Sitz! und gib Laut:

Bitte frei Schnauze - keine Pfote vor die selbige nehmen!

Rechtschreibfähler werden hier freundlich icknoriert und wechgewedelt!

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