Nachtgedanken – 52 Bücher

41. Woche

So. Nun ist es passiert. Ich schreibe über ein Buch, das es nicht gibt.

Da steht plötzlich ein Wort, nämlich das Motto der 41. Woche von Fellmonsterchens Projektes 52 Bücher: Nachtgedanken. Ausgedacht hat sich das Natira.

Und was macht dieses Wort? Es zieht sich erst einmal zurück. Aber dann duckt es sich, lauert, zielt, und landet dann mit einem gewaltigen Sprung in meinem Unterbewußtsein, gräbt sich dort ein, und arbeitet im Stillen ein paar Stunden lang.

Das alles passiert, während mein Bewusstsein über ein Buch grübelt, welches zu diesem Motto passen könnte.
Ich konsultiere als erstes meine „52-Bücher-Bücher, die-noch-vorgestellt-werden-wollen-Liste“. Da findet sich das ein oder andere, das vielleicht passen würde. Mit viel gutem Willen. Weil wir ja das jeweilige Motto großzügig auslegen dürfen. Aber irgendwie fällt mir dann doch nichts Vernünftiges ein. Und ich verschiebe das Schreiben.

Oder arbeitet da doch die ganze Zeit das Unterbewußtsein? Flüstert es mir zu diesem Zeitpunkt schon irgendetwas ein? „Lass die Bücher noch, da kommt was passenderes“. So? Oder so ähnlich? Keine Ahnung.

Zwei Tage später jedenfalls ist das Wort vom Unterbewußtsein in mein Bewußtsein gewandert und hat im Schlepptau den Gedanken, dass es doch der Titel für das Buch sein könnte, das ich irgendwann mal schreiben muss. Unbedingt muss. Weil mir das Thema einfach keine Ruhe lässt.

Also gibt es diese Woche einen Projektbeitrag über ein Buch, das es (noch) nicht gibt. Aber wenn es dieses Buch eines Tages geben sollte, dann werde ich es „Nachtgedanken“ nennen.

Wenn man nachts wach liegt, gehen einem ja mitunter recht schräge Gedanken durch den Kopf. Jedenfalls bei mir ist das so. Eine ganz besondere Zeit in manchen Nächten ist die zwischen 3.00 Uhr und 4.00 Uhr. Im Sommer ist es dann noch nicht hell, aber auch nicht mehr richtig dunkel. Im Winter ist gefühlt allertiefste Nacht.

Es ist eine Zeit, in der die Grenze zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit verschwimmt. Wobei ja schon „Wirklichkeit“ an sich ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Also will ich es lieber noch einmal anders formulieren:

Es ist eine Zeit, in der die Wahrnehmungsfähigkeit extrem hoch ist. Es ist eine Zeit, in der man mit den Gedanken wandern kann, in ganz andere Sphären. Eine Zeit, in der man sehen kann, was man sonst nicht sieht, weil der Vorhang zwischen Diesseits und Jenseits zwar nicht ganz verschwunden, wohl aber nur noch hauchdünn ist. Manchmal tut es gut, um diese Zeit wach zu liegen, und sich treiben zu lassen. Manchmal verursacht es Kopfschmerzen.
Aber immer ist es ein außergewöhnliches Erlebnis.

Irgendwann werde ich darüber schreiben.

Kommentare

  1. Interessante Gedanken. Ich finde ja auch, dass man nachts anders empfindet… Mehr Zeit zum Nachdenken, auch mal zum Abschweifen, nicht die Tageshektik, die einen oft in den Klauen hat…

    • Silke meint::

      Ja, die Hektik tagsüber versperrt einem all zu häufig völlig den Blick. Das ist dann Nachts ganz anders. Aber auch diese Nachtzeit kann manchmal sehr beunruhigend sein. Es ist seltsam, und schwer zu beschreiben…

  2. ja, das kenne ich auch, die nachtzeit, wenn die wohnung und die nachbarschaft so still sind, dass die stille laut ist, wenn ich im schlafzimmer allein wach liege und selbst die haustiere nur einmal ein auge öffnen, weil ich das licht anmache, mich aufsetzt oder aufstehe, wenn ich selbst so still bin, dass manche gedanken förmlich in meinem kopf dröhnen und ich sie nicht ohne weiteres abschüttel kann… manchmal stärkt mich diese stille, manchmal zieht sie mich herunter…

    • Silke meint::

      … das „dröhnen“ kann ich gut nachvollziehen, weil es mir ganz ähnlich geht. Ich kann diese Zeiten mitunter sehr genießen, aber häufig sind sie eben auch ziemlich anstrengend und hinterlassen Spuren, so dass man am nächsten Tag wie gerädert ist. Glücklicherweise kommt das nicht zu häufig vor…

  3. Stimmt, nachts zwischen drei und vier ist eine ganz besondere Zeit. Das meint offenbar mein Organismus auch. Denn wenn sich plötzlich Zahnschmerzen einstellen (Gott sei Dank nicht sooo oft) oder Migräne (zu oft), dann werde ich um diese Zeit wach.

    Ich habe mich schon oft gefragt warum es gerade um diese Zeit passiert aber ich schätze es liegt einfach daran, dass der Körper dann schmerzempfindlicher ist bzw. die Ablenkung durch Außenreize geringer ist.

    • Silke meint::

      Ich denke auch, dass beides stimmt: Fehlende Ablenkung und eine – vielleicht ganz allgemeine – erhöhte Empfindlichkeit. Gerade fällt mir auch ein: Ich habe mal irgendwo gelesen (oder gehört?), dass die meisten Menschen, die eines natürlichen Todes sterben, in dieser Zeit sterben. Ob es stimmt? Keine Ahnung. Aber vorstellen kann ich mir das schon irgendwie.

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