Landseer

Ich werde groß und stark!

Diese Seite soll Euch den Landseer etwas näher bringen. Also den Landseer an sich; bzw. das, was in der Literatur so über ihn geschrieben wird. (Was nicht in den Büchern steht, haben wir hier aufgeschrieben.) Der größte Teil dieser Seite hat also mit unseren Hunden wenig bis nichts zu tun! Naja, ganz so ist es vielleicht auch nicht. Ihr werdet Euch schon selbst ein Urteil bilden. Die exakte Beschreibung, wie ein Landseer „gemustert“ zu sein hat, wie Hals, Vorderbrust und Rücken auszusehen haben, um als Zuchthund in den Verbänden zugelassen zu werden, hat uns nie interessiert und darüber steht hier wenig bis nichts. Für diese Fragen sind die Landseerzüchter oder die Verbände aber sicher gute Ansprechpartner. In den Links findet ihr beispielsweise die Webseite „unserer“ Züchter, die wir als sehr kompetent und hilfsbereit erlebt haben bzw. erleben.

Hintergrund
Der Landseer zählt zu den „doggenartigen Hunden;“ seine Ursprungsaufgabe war die des Fischerhundes (Landseer haben kräftige Schwimmhäute zwischen den Zehen). Heute wird er jedoch fast ausschließlich als Familienhund gehalten. Er kam wohl über Neufundland (auch Kanada wird genannt) nach Europa und landete zunächst in England. Dort erhielt er auch seinen Namen: Nach dem Maler Sir Edwin Landseer. Von England aus verbreitete er sich dann über unseren Kontinent. Die Rasse ist eng mit dem Neufundländer verwandt; allerdings sind Landseer erheblich lebhafter!

Äußerlichkeiten, Größe und Gewicht
Der Landseer ist ein sehr großer und kräftiger Hund! Auch Hündinnen sind recht muskulös. Ein Rüde erreicht eine Schulterhöhe bis zu 80 cm, Hündinnen bis zu 72 cm. Ein ausgewachsener Rüde wiegt zwischen 60 und 75 kg, eine Hündin ca. 50 – 55 kg. Der Kopf des Landseers ist markant; breit und massig. Die Augen sind braun. Mal heller, mal dunkler. Nase und Lefzen sind schwarz. Die Lefzen sind trocken. Das Fell ist weiß-schwarz, dicht und lang; aber sehr fein.

Pflege
Ein Landseer muss regelmäßig gebürstet und gekämmt werden! Die Haare zwischen den Sohlenballen sollten (ab und zu) gekürzt werden. Auch auf die Krallen achten und, wenn nötig, kürzen. Hin und wieder in die Ohren schauen und ggf. reinigen.

Futter
Vor allem im Wachstum ist eine gute Ernährung mit hochwertigem Futter sehr wichtig. Ein Landseer wächst schnell; Überlastungen der Gelenke sind daher unbedingt zu vermeiden. Die erwachsenen Hunde fressen einem auch nicht die Haare vom Kopf. Gutes Fertigfutter, ergänzt durch frisches Gemüse, ist ebenso gut wie frisch zubereitetes und/oder selbstgekochtes Futter. Generell gilt (wie bei uns): nicht zu fett und nicht zu süß. Achtet auf eine gesunde Nährstoffzusammenstellung. Füttert auf keinen Fall rohes Schweinefleisch (Bakterien!) und keine Süßigkeiten! Auch keine splitternden Knochen!

Erziehung
Landseer gelten als leicht erziehbar (siehe dazu zahlreiche Artikel dieses Blogs!) und reagieren sehr gut auf Kommandos. Sie brauchen eine ruhige und ausgeglichene Erziehung, die nicht streng und fordernd zu sein braucht. Wichtig ist, schon den jungen Hunden das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Wenn sie erst ausgewachsen sind, dürfte das recht schwierig sein!!! Er kommt für Gehormsamkeitsübungen infrage. Konsequenz und sichere Führung sind aber unabdingbar! Aber über Erziehung werdet ihr hier im Blog noch einiges zu lesen bekommen!

Charakter
Überaus freundlich! Sie werden als sanftmütig, gutgelaunt, ehrlich und sehr gelassen beschrieben. Sie haben eine hohe Reizschwelle. Als Wachhunde sind sie, aufgrund ihrer Wesensart, eher nicht geeignet. Vor allem aber sind sie sehr selbstbewusst! Sie holen sich ihre Streicheleinheiten aktiv ab; und davon brauchen sie eine ganze Menge. Aggressionen sind ihnen eher fremd. Aber wenn es notwendig wird, schützen sie ihre „Rudelmitglieder“ mit allem, was sie haben. Und das ist, neben einem kräftigen Scherengebiss, eine ganze Menge! Doch wenn alles in Ordnung ist, sind sie sehr sanfte Riesen.

Bewegungsdrang
Der gilt als mäßig ausgeprägt; lange Spaziergänge mit Freilauf sind jedoch beinahe ebenso beliebt wie schwimmen. Letzteres ist als Körperertüchtigung für Landseer ideal geeignet. Der Landseer neigt nicht zum weglaufen (oder davonschwimmen). Sie sind gerne im Freien und sehr kälteunempfindlich. Vor dem warmen Ofen suchen sie sich ihr Plätzchen also eher nicht. Sie brauchen aber ausreichend Platz im Haus (oder der sehr großen Wohnung) und einen Garten, in dem sie herumtoben können.

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Quellen:
Das große Handbuch der Hunderassen; von Esther Verhoef. Erschienen im Weltbild-Verlag.
Mein gesunder Neufundländer und Landseer; von Dominik Kieselbach. Erschienen im bede-Verlag.