Tierphysiotherapie

Tierphysiotherapie

Wer schon einmal in den Genuss einer guten physiotherapeutischen Behandlung gekommen ist, weiß, was damit für tolle Erfolge erzielt werden können. Aber nicht nur der Mensch bewegt sich zu wenig, verkehrt oder ist verspannt, weil er sich eine falsche Haltung angewöhnt hat. Auch Tieren passiert das. Teilweise aus anderen Gründen, aber die Folgen sind durchaus vergleichbar. Genauso auch die Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun; im Optimalfall durch eine individuelle Behandlung zu heilen, aber auch Schmerzen zu mindern. Oder aber schon präventiv dafür zu sorgen, dass Probleme erst gar nicht entstehen, indem man die tierischen Freunde auf besondere, z. B.  sportliche, Anforderungen richtig vorbereitet.

Die Tierphysiotherapie umfasst Massage, Lymphdrainage, Bewegungstherapie, Thermotherapie, Hydrotherapie, Licht- und Elektrotherapie.

Behandelt werden Probleme und Störungen an Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern. Auch Rückenprobleme, Bandscheibenvorfälle, Verletzungsfolgen und Lähmungen nach Unfällen können Gründe für den Einsatz  tierphysiotherapeutischer Maßnahmen sein.

Die Ausbildung

Es gibt für Tierphysiotherapeuten keinen einheitlichen, staatlich geregelten oder inhaltlich genau definierten Ausbildungsgang.  Die Ausbildung wird deshalb von vielen unterschiedlichen Anbietern mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt.

Ich habe mich für die Ausbildung bei der AFT Interaktiv GbR entschieden, die einen sehr umfassenden theoretischen Anteil hat, in dem nicht nur die physiotherapeutischen Behandlungen selbst, sondern vor allem auch ein gutes tiermedizinisches Grundlagenwissen vermittelt wird. Außerdem war mir der dort angebotene hohe Praxisanteil in der Ausbildung sehr wichtig, und außerdem die Möglichkeit, bei absolut freier Zeiteinteilung zu lernen (sonst würde es nebenberuflich ja sowieso nicht funktionieren). In meiner Ausbildung lerne ich die physiotherapeutische Behandlung von Hunden und Pferden. Alles in allem wird für die Ausbildung eine Zeit von 2 – 3 Jahren veranschlagt. Bei mir werden es ziemlich sicher 3 Jahre werden. Vielleicht sogar mehr. Ich möchte das ganz in Ruhe machen.

Meine Ausbildung  besteht aus den Blöcken: Allgemeine medizinische Grundlagen, Tiermedizinische Grundlagen, Technik/Anwendung der Physiotherapie, Umsetzung der physiotherapeutischen Maßnahmen am Tier und  Praxisseminare. Der Praxisseminar-Block zieht sich durch die gesamte Ausbildungszeit. Je nach Fortschritt in der theoretischen Ausbildung werden die Praxiseinheiten absolviert.

Und irgendwann kommt dann die Abschlussprüfung, die aus zwei schriftlichen Prüfungen, einem mündlichen und einem praktischen Prüfungsteil, besteht. Außerdem muss eine  Facharbeit angefertigt werden. Aber bis dahin ist es noch eine lange Zeit…

Alles was so während der Ausbildung passiert, wie ich zurecht komme, was mir beim Lernen hilft, Fortschritte und Erkenntnisse, vielleicht auch mal Rückschläge, werde ich hier im Blog unter der Rubrik “Tierphysiotherapie” berichten.

 

Kommentare

  1. Tatsache… hier steht ja alles über die Tierphysiotherapie…. hab ich das echt übersehen bis jetzt? Wie unlöblich…. *schäm*

  2. Das ließt sich ja interessant, aber warum Tier und keine Human PT ?

    • Human PT ?
      Keine Ahnung, ob man das überhaupt nebenberuflich lernen könnte. Stand aber auch nie als Idee im Raum.
      Ich lerne ja Tierphysiotherapie, weil ich meine Freude am Umgang mit Tieren und mein Interesse an diesem “Gesundheitsberuf” auf diesem Weg optimal miteinander verbinden kann.

      • Nein Human PT Ausbildung ist mir zumindest nur als Vollzeitausbildung mit Staatsexamen und mit Weiterführendem Studium zu Bachelor- und Master of PT sind mir nur als Vollzeit Ausbildung bekannt.

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