Tierphysiotherapie

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Wer schon einmal in den Genuss einer guten physiotherapeutischen Behandlung gekommen ist, weiß, was damit für tolle Erfolge erzielt werden können. Aber nicht nur der Mensch bewegt sich zu wenig, verkehrt oder ist verspannt, weil er sich eine falsche Haltung angewöhnt hat. Auch Tieren passiert das. Teilweise aus anderen Gründen, aber die Folgen sind durchaus vergleichbar. Genauso auch die Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun; im Optimalfall durch eine individuelle Behandlung zu heilen, aber auch Schmerzen zu mindern. Oder aber schon präventiv dafür zu sorgen, dass Probleme erst gar nicht entstehen, indem man die tierischen Freunde auf besondere, z. B.  sportliche, Anforderungen richtig vorbereitet.

Die Tierphysiotherapie umfasst Massage, Lymphdrainage, Bewegungstherapie, Thermotherapie, Hydrotherapie, Licht- und Elektrotherapie.

Behandelt werden Probleme und Störungen an Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern. Auch Rückenprobleme, Bandscheibenvorfälle, Verletzungsfolgen und Lähmungen nach Unfällen können Gründe für den Einsatz  tierphysiotherapeutischer Maßnahmen sein.

Die Ausbildung
Es gibt für Tierphysiotherapeuten keinen einheitlichen, staatlich geregelten oder inhaltlich genau definierten Ausbildungsgang.  Die Ausbildung wird deshalb von vielen unterschiedlichen Anbietern mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt.

Ich habe mich für die Ausbildung bei der AFT Interaktiv GbR entschieden, die einen sehr umfassenden theoretischen Anteil hat, in dem nicht nur die physiotherapeutischen Behandlungen selbst, sondern vor allem auch ein gutes tiermedizinisches Grundlagenwissen vermittelt wird. Außerdem war mir der dort angebotene hohe Praxisanteil in der Ausbildung sehr wichtig, und außerdem die Möglichkeit, bei absolut freier Zeiteinteilung zu lernen (nebenberuflich hätte das ja sonst sowieso nicht funktioniert). In meiner Ausbildung habe ich die physiotherapeutische Behandlung von Hunden gelernt. Zweieinhalb Jahre hat die Ausbildung für mich gedauert. Ich habe mir Zeit gelassen und in Ruhe gelernt. Wie sagt man so schön „Einen medizinischen Beruf erlernen heißt nicht 30 Seiten einmal lesen, sondern eine Seite 30 Mal lesen“. Und das stimmt tatsächlich: Gerade die Grundlagen benötigen viel Geduld und Wiederholung, damit sie dann wirklich sitzen.

Meine Ausbildung  bestand aus den Blöcken: Allgemeine medizinische Grundlagen, Tiermedizinische Grundlagen, Technik/Anwendung der Physiotherapie, Umsetzung der physiotherapeutischen Maßnahmen am Tier und  Praxisseminare. Der Praxisseminar-Block zog sich durch die gesamte Ausbildungszeit. Je nach Fortschritt in der theoretischen Ausbildung wurden die Praxiseinheiten absolviert.

Meine Abschlussprüfung habe ich inzwischen absolviert. Sie bestand aus zwei schriftlichen Prüfungen von denen eine in der Erstellung eines Therapieplanes für einen Hund mit Radialslähmung bestand. Außerdem musste ich in zwei praktischen Prüfungen mein erworbenes Wissen in Anatomie und den verschiedenen Techniken der Physiotherapie unter Beweis stellen, und einen Hund mit operiertem Kreuzbandriss behandeln und den Halter entsprechend beraten. Der letzte Prüfungsteil bestand aus einer Facharbeit. Darin habe ich mich mit dem Thema „Ganzheitliche Behandlung älterer Hunde“ beschäftigt.

Alles was so während der Ausbildung passierte, wie ich zurecht gekommen bin, was mir beim Lernen geholfen hat, Fortschritte und Erkenntnisse, manchmal auch Rückschläge, habe ich hier im Blog unter der Rubrik „Tierphysiotherapie“ festgehalten.